Poker-Varianten Cash Game und/oder Sit’n Go spielen?

Cash-Game und Sit and Go’s sind spielen sich zwar nach denselben Texas Hold’em Pokerregeln, sind aber zwei sehr unterschiedliche Spiele. Wie gehen in diesem Artikel auf

  • die wesentlichen Unterschiede von Cash Game und SnG ein
  • zeigen die Vorteile und Nachteile des Mischens von verschiedenen Pokervarianten
  • und geben Bankroll-Empfehlungen für Spieler, die beide Varianten spielen

 

Unterschiede Cash Game und SnG

Die wesentlichen Unterschiede zwischen Cash Game und Sit and Go’s sind:

Spielzeit und Spieldauer: Cash Games kann man jederzeit beginnen und nach jeder Hand wieder verlassen, bei Sit and Go’s muss man das Turnier zu Ende spielen. Ein Turnier dauert je nach Blind-Struktur zwischen 20 und 90 Minuten.

Nachkaufen und Ausscheiden: Bei einem Cash Game kann man sich jederzeit wieder einkaufen, wenn man seinen Stack verloren hat. Bei Turnieren (abgesehen von Rebuy/Add-On Varianten) scheidet man aus, sobald man seine Chips alle verloren hat.

Fixe vs. variable Blinds: Bei Cash Games spielt man mit fixen Blinds, in der Regel hat man 100 Big Blinds (BB), wenn man sich mit dem Maximalbetrag an den Tisch setzt. Bei Turnieren wie Sit and Go / Double or Nothing verfügt man je nach Pokerraum nur in der ersten Blind-Runde über 100 BB. Aufgrund der steigenden Blinds hat der durchschnittliche Stack an der Bubble (kurz vor Erreichen der in-the-money Plätze) nur noch rund 10 BB. Dadurch spielen sich Cash Games immer gleich, während sich die ideale Turnierstrategie im Zeitverlauf völlig verändert.

Fixe vs. variable Anzahl Gegner: Bei Cash Games spielt man gegen eine konstante Anzahl Gegner, Full-Ring sitzen 10 Personen, Short-Handed 6 Personen am Tisch (gewisse Anbieter wie z.B. Full Tilt Poker haben 9max-Tische). Bei Eintisch-Turnieren sinkt die Anzahl Gegner am Tisch von Anfangs 9 bis auf einen beim Heads-Up.

Dollar vs. Chips: Während man bei Cash Games mit Echtgeld am Tisch sitzt, spielt man bei SnG-Turnieren mit Spielchips und erhält dann für das Erreichen eine Top-Platzierung Echtgeld für die Chips.

$EV vs. cEV: Beim Cash Game muss man lediglich den $EV (Dollar-Erwartungswert) bei Entscheidungen beachten. Man kann also beispielsweise jedes Preflop-All-In callen, wenn man sich eine Equity (Gewinnwahrscheinlichkeit) von über 50% gibt. Bei SNG’s sinkt der Wert jedes zusätzlich gewonnenen Chips: Am Ende des Turniers besitzt der Erstplatzierte 100% der Chips, erhält aber nur 50% des gesamten Preisgeldes. Diese Differenz zwischen $EV und Chip-EV muss unbedingt beachtet werden und kann mathematisch durch das Independent Chip Modell (ICM) abgebildet werden. Dies bedeutet, dass man bei hohen Blinds an der Bubble teilweise fast keine All-Ins mehr callen darf. Im Extremfall „Double or Nothing“ muss man bei gleich grossen Stacks an der Bubble sogar Pre-Flop Pocket Kings folden.

 

Vor- und Nachteile des Mischens von Cash Game und SNG

Wir von SnG Poker Strategie raten fortgeschrittenen Pokerspielern davon ab, verschiedene Texas Hold’em Variationen zu mischen. Der Grund liegt darin, dass man nur durch Spezialisierung auch die Fähigkeiten erlangt, die man benötigt, um auf hohen Limits erfolgreich spielen zu können.

Bei Poker-Anfängern sieht dies anders aus. Hier geht es darum, zuerst einen Überblick über die Poker-Varianten zu gewinnen und die Variante auszuwählen, die einem am meisten Spass bereitet. Anschliessend sollte man sich aber auf eine Variante festlegen (z.B. Sit and Go’s) und dann ausschliesslich diese Variante sielen.

Es ist natürlich möglich, auch als fortgeschrittener Spieler verschiedene Pokervarianten zu spielen. Auf alle Fälle sollte man dies dann aber nicht gleichzeitig machen und eine Variante sollte dabei die klar bevorzugte sein (mit über 80% der verwendeten Zeit).

Die drei grössten Vorteile beim Mischen von Pokervarianten

  • Insgesamt bereitet Pokern so mehr Spass, weil man mehr Abwechslung hat
  • Das Lernen und spielen neuer Varianten erweitert den eigenen Horizont; Konzepte aus der einen Varianten können ganz oder teilweise auf andere Varianten übertragen werden
  • Es kann sein, dass man eine neue Pokervariante entdeckt und sich später auf diese spezialisiert – etwas, das einem nicht passieren kann, wenn man nur eine Variante spielt

Die drei grössten Nachteile beim Mischen von Pokervarianten

  • Der Lerneffekt für die einzelne Variante ist geringer, wenn man mehrere Varianten spielt. Man wird im gleichen Zeitraum deutlich weniger Erfahrung aufbauen
  • Strategien, die in der einen Variante Erfolg versprechen, können in der anderen Variante fatal sein. So ist es bei Fixed Limit viel einfacher, Draws zu spielen als bei Sit and Go’s an der Bubble
  • Der Aufstieg auf Limits, ab denen Poker finanziell richtig interessant wird, schafft man nur erfolgreich, wenn man sehr viel Zeit ins Pokern investiert. Dies bedingt, dass man sich auf eine Variante konzentriert und versucht, diese bis ins Detail zu beherrschen

 

Bankroll-Management beim Mischen von Pokervarianten

Wir raten davon ab, mehr oder weniger professionell sowohl Cash Game wie auch Sit and Go zu spielen. Wer dies dennoch machen will und sich fragt, welches Bankroll-Management er dabei betreiben soll, für den gibt es eine einfache Antwort. Vorausgesetz, dass man davon ausgeht, dass man ein Winning Player ist, sollte man dasselbe BRM betreiben, wie wenn man nur eine einzige Variante spielt. Das heisst, man muss seine Bankroll nicht splitten, sondern kann sie als Ganzes betrachten. Für Turniere wie SNG/DON haben wir in diesem Pokerstrategie-Artikel detaillierte Bankroll-Empfehlungen veröffentlicht. Für Cash-Game sollte man je nach Limit und eigenem Edge ein BRM von 20-50 Stacks (Maximalbetrag, mit dem man sich an den Tisch setzen kann) fahren.
Die Begründung, warum man die Bankroll nicht splitten muss, ist folgende: Man geht ja davon aus, dass man Winning Player ist. Wenn man nur eine Pokervariante spielen würde, dann würde man seine Bankroll ja nicht halbieren. Wenn man 11$ und 22$ SnGs gleichzeitig spielt, dann splittet man seine Bankroll ja auch nicht. Das gleiche gilt, wenn man verschiedene Pokervarianten spielt: Das Bankroll-Management ist ja dazu da, um einen bankrott zu verhindern. Wenn man sich auf verschiedenen Pokerarten als Winning Player bezeichnet, dann spricht nichts dagegen, jeweils auf dem maximal höchsten Limit gemäss BRM zu spielen.

Eine gute Möglichkeit, seine Bankroll „spielend“ zu vergrössern, ist die Anmeldung bei einem neuen Pokerraum. Man sichert sich dadurch einen Bonus auf der Ersteinzahlung rund 500$.

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