Zehn Einsteigerfehler bei SnGs

In diesem Artikel besprechen wir zehn Fehler, wie sie insbesondere Einsteigern bei SitnGo’s passieren.

 

1. Zu viele Hände spielen

Der klassische Anfängerfehler, sowohl im Cash Game wie auch bei SnGs. Gerade in den ersten Blind-Runden sollte man sehr tight spielen und keinesfalls mehr als 20% der Hände spielen. Es spielt keine Rolle, ob man im Fernsehen schon gesehen hat, dass ein Profi 86 suited in mittlerer Position geraist hat. Er kann das vielleicht ab und zu so machen, weil er ein Profi ist. Aber als Einsteiger muss man diese Hand sofort weglegen.

Generell sollte man in den ersten Blindrunden nur hohe Paare, AK und AQ spielen. In mittlerer und später Position kann man ab und zu tiefere Paare und Suited Connectors limpen in der Hoffnung, ein Monster zu treffen. Von Assen mit tiefem Kicker oder Karten wie König-Bube sollte man als Einsteiger die Finger lassen – zu gross ist die Gefahr, dass man dann die Hand, wenn man das Top Pair trifft, nicht mehr folden kann und von einem höheren Kicker geschlagen wird.

 

2. Spielen, obwohl man nicht sein A-Game spielen kann

Das Spielniveau hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht – der durchschnittliche Spieler heute ist deutlich stärker als noch vor drei Jahren. Deswegen ist der Vorteil, den man als guter Spieler gegenüber einem durchschnittlichen Spieler hat, geringer geworden. Entsprechend sollte man nur spielen, wenn man in der Verfassung ist, sein A-Game zu spielen. Wenn man müde, betrunken oder abgelenkt ist, sollte man besser nicht spielen – man kann sich auch anderwärtig mit Pokern beschäftigen, z.B. indem man hier auf dieser Seite Strategie-Artikel zu SnGs liest oder sein Spiel mit dem SnG Wizard analysiert.

 

3. Tilt

Tilt ist eigentlich auch eine Abweichung vom A-Game, welche sich jedoch erst im Laufe einer Session ergibt. Wenn man zum Beispiel innert Minuten zweimal mit Assen gegen ein tieferes Pocket Pair verliert, dann wird man sich in der Regel darüber aufregen. Wichtig ist nun, dass man diesen Vorfall rasch beiseite legt und weiterhin sein bestmögliches Spiel spielt. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist es besser, eine Pause einzulegen, statt mit schlechtem Spiel noch mehr Geld zu verlieren.

 

4. Zu viele Tische gleichzeitig spielen

Die Überlegung ist an sich einfach – wenn man pro SnG mit einer Dauer von einer Stunde durchschnittlich einen Dollar gewinnt, dann gewinnt man mit drei SnGs durchschnittlich drei Dollar pro Stunde. Aber jedem ist klar, dass man nicht 30$ verdienen kann, wenn man gleichzeitig 30 Tische spielt. Jeder zusätzlich gespielte Tisch senkt die Aufmerksamkeit, welche man pro Tisch aufwenden kann. Wenn man zu viele Tische spielt, macht man öfters falsche Entscheidungen oder timed sogar aus – fatal, wenn man deswegen aus Versehen ein hohes Pocketpair foldet.

Es empfiehlt sich deswegen, die Anzahl Tische, die man spielt, nur langsam zu erhöhen, bis man so viele Tische erreicht hat, dass man sich beim Spielen weiterhin wohl fühlt und das Gefühl hat, jeweils die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ob dies nur zwei, sechs oder zwölf Tische sind, muss jeder für sich selbst herausfinden.

 

5. Sich nicht voll auf die Tische konzentrieren

Wenn man SnGs spielt, dann sollte man sich voll aufs Poker spielen konzentrieren und nichts anderes nebenbei machen. Man sollte sich immer vor Augen führen, dass man um Geld spielt und dass die anderen Spieler am Tisch da sitzen, um Geld zu verdienen. Und Geld verdient man von Spielern, die schlechter spielen als man selbst. Und man spielt umso besser, je aufmerksamer man ist. Wenn man abgelenkt ist – sei es durch TV, Video, telefonieren, surfen oder chatten, dann verliert man im Endeffekt Geld.

 

6. Auf zu hohen Limits spielen / Bankroll-Management nicht beachten

Viele Einsteiger sind sich nicht bewusst, wie stark die Schwankungen bei SnGs sein können. Selbst einem Spieler mit 10% ROI kann es passieren, dass er während 300 oder mehr Spielen nur break-even spielt oder dass er 30 oder mehr Buy-Ins verliert.

Deswegen ist es wichtig, dass man sich ans Bankroll-Management hält. Je nachdem ob man ein aggressives oder konservatives Bankroll-Management betreibt, sollte man bei SnGs mindestes 50, besser 100 oder sogar 200 Buy-Ins als Bankroll haben. Besitzt man also z.B. 1000$, dann sollte man mit einem 100 Buy-In Bankroll-Management höchstens Turniere mit einem Buy-In von 10$ spielen. Läuft es schlecht und die Bankroll fällt auf 500$, dann muss man aufs nächst-tiefere Limit, auf die 5er SnGs, absteigen. Mit diesem Vorgehen stellt man sicher, dass man immer mindestens 100 Buy-Ins zum Spielen zur Verfügung hat und man minimiert so die Wahrscheinlichkeit, die eigene Bankroll ganz zu verlieren.

 

7. Zweifarbiges Kartendeck nutzen

Ein vierfarbiges Kartendeck (grün für Kreuz und blau für Karo) sieht zwar für viele Spieler, die Poker nur vom Live-Spiel her kennen, auf den ersten Blick komisch oder verwirrend aus. Allerdings reduziert es die Gefahr, ein eigenes Flush oder die Gefahr eines gegnerischen Flushs nicht zu erkennen, massiv und es verringert die notwendige Aufmerksamkeit pro Tisch, was insbesondere beim multitablen wichtig ist.

Alle grossen Pokerräume bieten unter „Einstellungen“ oder „Optionen“ die Möglichkeit, ein vierfarbiges Deck zu nutzen – stell es jetzt auch ein, damit Du nicht im Nachteil gegenüber denjenigen Spielern bist, welche es bereits nutzen.

 

8. Passiv spielen

Ein Spieler ist passiv, wenn er selbst selten die Initiative ergreift und setzt oder erhöht, aber oft Einsätze nur callt. Beim Poker kann man immer auf zwei Arten gewinnen – entweder man hält das beste Blatt, oder alle anderen Spieler steigen aus. Wenn man selbst nicht setzt oder erhöht, dann verzichtet man auf diese zweite Möglichkeit, eine Hand zu gewinnen.

 

9. Position am Tisch nicht beachten

Position am Tisch ist enorm wichtig und ein entscheidender Treiber des ROI bei SnG-Spielern. Eine Hand wie A9 suited ist zum Beispiel UTG am vollen Tisch ein Fold, aber wenn man diese Hand first-in am Button hält, kann man damit raisen. Es ist statistisch erwiesen, dass die Winrate umso grösser ist, je näher die eigene Position am Button ist. Bei SnGs ist dieser Effekt noch viel stärker, da man insbesondere bei hohen Blinds und an der Bubble häufig preflop All-In gehen muss – und hier ist es sinnvoll, möglichst nur den Small und Big Blind links von sich zu haben, da dies die Wahrscheinlichkeit reduziert, von einem guten Blatt gecallt zu werden.

 

10. Glauben an „Glück“

Aberglaube ist bei allen Spielen, welche eine Glückskomponente beinhalten, fehl am Platz. Und gerade bei Poker, bei dem sich langfristig der bessere Spieler durchsetzen wird, ist der Glaube an „Glück“ fatal. Entscheidungen müssen rational begründet werden können – nur Fische machen Sprüche wie „ich hatte ein gutes Gefühl“ oder „ich wusste dass mich ein mitgehen zu viele Chips kostet, aber ich hatte schon lange kein Flush mehr, daher war nun eines überfällig“.

 

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