Der online Poker Boom ist vorbei

Der Boom im online Poker ist vorbei. Diese Aussage mag hart klingen, entspricht aber der Realität. Wie wir zu diesem Schluss kommen? Lies dazu unsere Analyse zum Ende des online Poker Booms.

Online Suche nach Poker

Eine Möglichkeit, den „Hype“ zu einem Thema zu messen, sind die Anzahl Suchanfragen danach. Wenn etwas häufig gesucht wird, dann ist es ein beliebtes Thema. Wenn etwas plötzlich weniger häufig gesucht wird, dann sinkt das Interesse. Und so ist es bei Poker.

Betrachte hierzu die folgenden Grafiken. Sie entstammen Google Insights for Search. Das ist ein kostenloses Programm von Google, das anzeigt, wie häufig bestimmte Begriffe gesucht wurden. In Deutschland hatte das Interesse Ende 2006 – man erinnere sich an die ausverkauften Poker-Koffer in den Spielwarengeschäften vor Weihnachten – einen Höchststand erreicht und ist seither kontinuierlich gesunken:

Sinkendes Interesse nach online Poker in Deutschland

Ein ähnliches Bild ergibt sich für die USA, auch wenn das Land mit den meisten Pokerspielern den Poker Boom bereits 2004 hinter sich liess:

Suchanfragen USA seit 2004 rückgängig

Damals sorgte der Buchmacher Chris Moneymaker für eine Sensation, als er mit einem Buy-In von 39$ bei einem Qualifier-Turnier bei PokerStars ein Ticket an den Main Event der WSOP (World Series of Poker) gewann und dann diese „Weltmeisterschaft im Pokern“ gewann und 2.5 Millionen US-Dollar reicher war. Diesen Traum wollten sich danach viele verwirklichen, doch seither ist das Interesse zurück gegangen.

Auch in anderen Ländern zeichnet sich ein ähnliches Bild. Die Anzahl Suchanfragen nach „Poker“ erreichte zwar zu unterschiedlichen Zeitpunkten seinen Höhepunkt, aber dieser liegt vielerorts bereits mehrere Jahre zurück. Auch in Italien, wo 2008 Poker legalisiert wurde, schwindet das Interesse:

Suchanfragen in Italien nach Poker seit 2008 rückgängig

Ist damit alles verloren und müssen sich Poker Profis eine neue Beschäftigung suchen? Nein, keinesfalls. Denn betrachtet man die weltweiten Suchanfragen nach Poker, so ist das Interesse nur leicht zurück gegangen:

Suchanfragen bis 2011 etwa stabil

Das bedeutet nichts anderes, als dass sinkendes Interesse nach Poker in einigen Ländern durch steigendes Interesse in anderen Ländern kompensiert wurde. So gibt es mit osteuropäischen Ländern, Japan und Schwellenländern wie Indien oder Brasilien Nationen, in denen sich nach wie vor viele Leute für Poker interessieren.

Allerdings: Suchanfragen sind nur ein Gradmesser, ob das Interesse tatsächlich gesunken ist. Denn wer bereits pokert, sucht vielleicht seltener nach diesem Begriff als jemand, der noch nie gespielt hat. Zudem gibt es mit Zynga Poker, dem Lied Poker Face von Lady Gaga sowie dem Flash-Game „Governor of Poker“ beliebte Suchbegriffe, die nur wenig mit dem Spiel Texas Hold‘em um Echtgeld zu tun haben und so die Statistik nach oben verfälschen.

 

Entwicklung Anzahl Pokerspieler

Somit ist die Anzahl Suchanfragen nach „Poker“ nur bedingt ein guter Gradmesser für dessen Popularität. Interessant wird es, wenn man die Anzahl Spieler, die online Poker spielen, misst. Eine Quelle für solche Statistiken ist PokerScout. Dort wird seit längerem über einen sinkendes Spieleraufkommen an den Pokertischen berichtet. Allerdings ist der Rückgang nicht dramatisch. Vom März 2010 bis März 2011 war der gesamte weltweite Traffic (ohne Italien) lediglich um 1% rückgängig. Somit ist es absolut falsch, vom Ende von online Poker zu sprechen. Lediglich der Boom – die Phase des starken Wachstums – ist vorbei.

 

Auswirkungen sinkendes Spieleraufkommen im online Poker

Zunächst ist der Rückgang gering und zeigt eher, dass der neue Markt „online Poker“ seine Sättigungsphase erreicht hat. Das ist nichts anderes als was vor einigen Jahren z.B. im Bereich Mobilfunk eingetreten ist. Die Zeiten, in denen Mobilfunkbetreiber Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich aufwiesen, sind längst vorbei. Ist deswegen das Handy tot? Nein, mittlerweile hat sozusagen jeder ein Handy und nutzt dieses auch sehr regelmässig. Das gleiche kann auf online Poker übertragen werden: Es wird auch in fünf oder zehn Jahren noch Millionen Zocker an den Tischen geben.

Das Ende des Booms hat aber dennoch einige praktische Auswirkungen auf Dich als Pokerspieler.

  • Die Spiele werden tougher: Ohne den hohen Zustrom an Fischen steigt das Spielniveau. Es spielen nebst den Hobby-Zockern vor allem Regs an den Tischen, die mit Poker Geld verdienen. Weil diese massives Multitabling betreiben, sitzen mittlerweile an jedem 10-Mann Tisch mindestens zwei, eher drei bis vier Regs. Dies macht auch die Tableselection, die Suche nach fischigen Tischen, immer wichtiger
  • Weiterbildung: Um weiterhin Geld beim Pokern zu verdienen, ist eine stetige Weiterbildung und Analyse des eigenen Spiels unerlässlich –so kann man das steigende Spielniveau kompensieren
  • Mehr Tische spielen: Wenn Du Multitabling betreibst, dann kannst Du die sinkenden Gewinnraten an den einzelnen Tischen auch kompensieren, um Deinen Stundenlohn in etwa gleich zu halten. Das ist auch das, was viele Profis seit Jahren machen: Sie spielen an acht, zwölf oder mehr Tischen gleichzeitig
  • Den richtigen Pokerraum auswählen: Welches ist der beste Pokerraum? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten und ist abhängig von Deinen Bedürfnissen. Wenn Du auf tiefen Limits spielst, dann sind ein guter Poker Bonus sowie eine tiefes Spielniveau wichtig. Wenn Du auf höheren Limits multitablest, dann sind ein hohes Spieleraufkommen und eine stabile Software wichtig

Insgesamt können wir also als Fazit ziehen, dass zwar der Boom im online Poker vorbei ist, aber es dennoch auf viele Jahre hinweg weiterhin Millionen von Spielern weltweit geben wird, die sich für Texas Holdem begeistern.

 

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