Sharkscope: Mehr über SnG-Pokerspieler erfahren

Sharkscope ist eine Webseite, auf der man grundsätzliche Informationen über andere SnG-Pokerspieler abrufen kann. Sharkscope ist eine eigenständige Seite, die unabhängige von den Pokerräumen öffentlich verfügbare Informationen über online Pokerspieler zusammenträgt und standardisiert darstellt. Wir geben hier eine Einführung und Anleitung, wie man aus den Sharkscope-Daten einen Nutzen fürs eigene SnG-Spiel ziehen kann.

Was erfährt man bei Sharkscope?

Bei Sharkscope erfährt man nach Eingabe des Screennames eines Gegners (oder sich selbst) folgendes:

Username ist der Spielername, nach dem man gesucht hat.

Games Played ist die Anzahl der Sit and Go’s, die in der Datenbank erfasst sind.

Av. Profit ist der durchschnittliche Gewinn pro Spiel in Dollar.

Av. Stake ist das durchschnittliche Buy-In pro Spiel in Dollar.

Av. ROI (Return on Investment) ist die durchschnittliche Rendite in % pro Spiel

Total Profit ist die Summe aller Gewinne (oder Verluste) in Dollar, die ein Spieler mit Sit and Go’s in der Vergangenheit erzielt hat.

Form ist die „Form“ des Spielers. Wenn ein Spieler in den letzten 3 oder 6 SnG’s gecasht hat, dann ist er „hot“ oder „super hot“. Wenn ein Spieler die letzten 4 oder 8 SnG’s „out of the Money“ beendet hat, dann ist er „tilt“ oder „super tilt“. Dieser Wert hat aufgrund der kleinen Stichprobengrösse keine Aussagekraft.

Ability / 100 ist ein von Sharkscope berechneter Wert auf einer Skala von 0 bis 100. Je höher, desto stärker ist ein Spieler einzuschätzen. Dabei wird nicht nur der ROI berücksichtigt, sondern auch das durchschnittliche Buy-In. Die Überlegung ist, dass z.B. ein Spieler, der 5% ROI auf den 100$ SnG’s erzielt, besser ist als ein Spieler, der 7% ROI auf den 2$ SnG’s erreicht, weil es auf höheren Limits schwieriger wird, einen positiven ROI zu erzielen. Da die Berechnugsgrundlagen des Ability-Wertes nicht offengelegt werden, unklar ist, ob die Berechnung zukünftig geändert wird und da praktisch alle Spieler einen Wert zwischen 50 und 80 haben, ist dieser Wert nur bedingt aussagekräftig.

Wie nutzt man die Daten von Sharkscope, um seinen ROI zu steigern?

Sharkscope gibt einem zusätzliche Informationen zu den Sit and Go-Gegnern. Und da Poker ein Spiel mit unvollständigen Informationen ist, verschafft man sich einen Vorteil, wenn man mehr über die Gegner erfährt.

Wenn man beim SnG-Spieler aus obigem Beispiel auf den Namen klickt, dann erhält man zusätzlich grafisch dargestellte Informationen:

Man lernt daraus folgendes über den Gegner:

Viele gespielte SnG’s: Dieser Gegner hat schon sehr viele SnG’s gespielt – über 2’200 Stück. Er spielt hauptsächlich Sit and Go-Turniere mit einem Buy-In von 20$ und hat einen durchschnittlichen ROI von 13% (auf den 20ern sogar 16.5%) erzielt. Hier handelt es sich offensichtlich um einen erfolgreichen SnG-Regular, dem man besser aus dem Weg gehen sollte. Sitzt man mit ihm am Tisch, so kann man davon ausgehen, dass er die Grundzüge von ICM und dem Spiel an der Bubble kennt. Er wird also beispielsweise als Mid-Stack an der Bubble die meisten Blinds gegen einen Raise des Big Stacks nicht verteidigen, wenn ein Shortstack am Tisch ist. Umgekehrt wird er als Medium oder Big Stack auch mit marginalen Händen Medium Stacks in den Blinds angreifen.

Was für Notes soll man sich mit Sharkscope-Daten machen?

Wenn man sich die Zeit nimmt, die Stats eines Gegners abzurufen, dann sollte man sich auch gleich eine Spielernotiz dazu machen. Die allermeisten Pokerräume ermöglichen es, Notes direkt am Pokertisch zu machen. Wir schlagen im obigen Beispiel folgende Minimal-Notiz vor:

2215 Spiele, 13% ROI, ABI 20$ (01.01.2010)

Mit diesen Notizen weiss man beim nächsten Zusammentreffen noch, dass man hier einen SnG Regular am Tisch hat, vor dem man sich in acht nehmen sollte. Das Einfügen des Datums hilft zudem, seine Spielernotizen aktuell zu halten und unnötige Abfragen zu vermeiden. So macht es keinen Sinn, bereits 10 Tage später wieder die Stats online abzurufen. Aber es kann sinnvoll sein, seine Notizen nach 3-6 Monate zu aktualisieren.

Einige Pokerräume wie z.B. Betsson und BWIN ermöglichen es zudem, Gegner farbig zu markieren. Hier würden wir die eingestellte Markierung für „Shark“ oder „starker Spieler“ verwenden.

Hilfreich ist es zudem, nebst den starken Gegner auch die Fische speziell zu kennzeichnen. Wenn man mehrere Fische erkennt, die sich für ein SnG in der Lobby eingetragen haben, dann lohnt es sich, sich auch an den Tisch zu setzen.

Welche Pokerräume sind durch Sharkscope abgedeckt?

Spieler aus folgende Pokerräumen können bei Sharkscope gefunden werden:

*Daten zu Spielern von PokerStars sind nur auf einer Opt-In Basis abrufbar. Das bedeutet, dass ein Spieler seine Zustimmung geben muss, damit seine Daten ersichtlich sind. Dies ist nur bei einem extrem kleinen Anteil an Spielern der Fall; bei allen anderen Spielern ist nur das durchschnittliche Buy-In und die „Ability“ abrufbar. Die live Nutzung von Sharkscope während des Pokerns ist bei Pokerstars verboten.

Was kostet Sharkscope?

Sharkscope kann bis zu fünf Mal pro Tag kostenlos genutzt werden. Das bedeutet, dass man die Statistiken von bis zu fünf in der Datenbank gefundenen Spieler abrufen kann. Will man mehr Abfragen pro Tag nutzen, so muss man für den Dienst etwas bezahlen. Dazu gibt es folgende Optionen:

  • 200 Abfragen zum Preis von 10$
  • 150 Abfragen pro Tag zum monatlichen Preis von 16$ bis 12$ (abhängig davon, ob man ein Abo für 1, 3, 6 oder 12 Monate löst)
  • 500 Abfragen pro Tag zum monatlichen Preis von 30$ bis 24$ (abhängig davon, ob man ein Abo für 1, 3, 6 oder 12 Monate löst)
  • 1000 Abfragen pro Tag zum monatlichen Preis von 45$ bis 36$ (abhängig davon, ob man ein Abo für 1, 3, 6 oder 12 Monate löst)

Die kostenlosen fünf Abfragen erhält man bei jedem Preisplan zusätzlich dazu. Bei den Abos mit 500 und 1000 Suchanfragen pro Tag ist zudem das Sharkscope HUD inbegriffen. Mit dem lassen sich die Sharkscope-Daten live auf die online Tische einblenden – das manuelle Suchen in der Datenbank entfällt.

Soll man sich bei Sharkscope sperren lassen?

Man kann seinen Spielernamen bei Sharkscope blockieren lassen (unter Optionen -> Block Username). Dies hat den Vorteil, dass die anderen Spieler keine Informationen mehr über Sharkscope beziehen können. Dies bringt aber auch zwei Nachteile mit sich:

  • Man kann sich selbst nicht mehr scopen, d.h. man kann die eigenen Resultate über sich nicht mehr abrufen. Dies ist vor allem für die Spieler ein Problem, die ihre eigenen Gewinne/Verluste nicht aufzeichnen. Zudem ist es praktisch, wenn man seine Erfolge einfach via Webbrowser abrufen kann, um sie z.B. in einem Forum zu posten
  • Gegner erfahren keine Informationen mehr, die für einem selbst hilfreich sein können. Man muss davon ausgehen, dass insbesondere Spieler, die viele SnG’s spielen, Sharkscope kennen. Wenn man ein sehr starker Spieler ist, dann nimmt Sharkscope eine gewisse „Advertising“-Funktion wahr: Andere Regulars, die die Sharkscope Datenbank abfragen und Tableselection betreiben, vermeiden es zukünftig eher, sich an die gleichen SnG-Tische zu setzen. Dadurch sinkt das Niveau der Gegner an den eigenen Tischen und der eigene ROI erhöht sich

Es ist schlussendlich jedem Spieler selbst überlassen, ob er sich sperren lassen will. Wahrscheinlich ist es für die Mehrheit der Spieler von Vorteil, sich bei Sharkscope zu sperren. Ganz einfach deswegen, weil die Mehrheit der Spieler beim Pokern Verlust macht und man diese Information nicht unbedingt seinen Gegnern (und Kollegen, die den eigenen Screenname kennen) preisgeben will.

Die Nutzung von Sharkscope kann den eigenen Profit steigern. Eine weitere lukrative Möglichkeit, mehr mit SnG’s zu verdienen, ist die Nutzung von Cash-Boni bei der Ersteinzahlung bei einem neuen Pokerraum. Hier findest Du eine Übersicht mit Bonus-Angeboten von Pokerseiten.

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